Dürrlauingen

  • Dürrlauingen - Südansicht
    Dürrlauingen - Südansicht
  • Dürrlauingen - Südwestansicht
    Dürrlauingen - Südwestansicht
  • Dürrlauingen - Kirche von Osten
    Dürrlauingen - Kirche Ost
  • Dürrlauingen - Herkulesbrunnen und Hauptstr.
    Dürrlauingen - Brunnen
  • Dürrlauingen - Kirche und Pfarrheim
    DÜrrlauingen - Kirche und Pfarrheim
  • Dürrlauingen - Ortseingang Ost
    Dürrlauingen - Ortseingang Ost

Einwohner

Einwohnerzahl (Stand  November 2020): 788

Geschichte

Archäologische Zufallsfunde bei der Erweiterung des Förderungswerks St. Nikolaus und die durch Dürrlauingen verlaufende Römerstraße lassen eine Besiedelung des Gebiets um die Gemeinde Dürrlauingen bereits vor seiner erstmaligen urkundlichen Erwähnung vermuten. Die archäologischen Funde gehen dabei auf Gegenstände der Jungsteinzeit um 2200 v. Chr. sowie auf den Übergang der Bronze- zur Eisenzeit um 800 v. Chr. zurück.
Erste geschichtliche Belege stammen aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Damals gehörte Dürrlauingen zum Lehensbesitz der Markgrafenschaft Burgau. Nachdem Mitte des 14. Jahrhunderts die Herren von Westernach Lehensinhaber des Dorfes waren, wurde Dürrlauingen im Jahr 1533 an die Fugger verkauft, die das Gebiet bis ins 19. Jahrhundert innehatten. Mit der Gründung des bayrischen Königreiches ab 1806 wurde die Verwaltung der Gemeinde an einen Gemeindevorsteher, dem Bürgermeister und einem dazugehörigen Gemeindeausschuss übertragen. Das erste Amt des Bürgermeisters hatte Magnus Simnacher vom Jahr 1818 bis 1855 inne.
Zur neueren Geschichte Dürrlauingens zählt auch das Förderungswerk St. Nikolaus unter kirchlicher Trägerschaft. Im Jahre 1921 wurden dort erstmals Kinder schulisch und beruflich unterrichtet. Den Unterricht, die Ausbildung, Erziehung und wirtschaftliche Versorgung des Heims übernahmen Ordensfrauen. Wenig später wurden auch erste behinderte Kinder in der Einrichtung aufgenommen. Aufgrund der immer größer werdenden Zahl an Kindern und Jugendlichen wurde ein Neubau geplant. Dadurch konnten die alten ehemaligen Militärbaracken für Werkstätten genutzt werden, in denen unter anderem Buchbinder-, Korbmacher- und Schneidermeister untergebracht waren, die die Jugendlichen in den jeweiligen Berufen anlernten. Seit 1971 befindet sich zudem eine berufsbegleitende Fachschule für Heilerziehungspflege im Förderungswerk St. Nikolaus.