Mönstetten

Mönstetten – Ansichten

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Einwohner

Einwohnerzahl (Stand  November 2020): 394

Geschichte

Das Gründungsdatum des Weilers ‚Munstetten‘ muß etwa um 1200 angenommen werden. Dieser Weiler war damals Sitz einer Fürstlich-Wallersteinischen Vogtei, war ein Mayrhof des nahen Benediktinerklosters Echenbrunn. Im Jahre 1364 wurde Munstetten von den Herren von Kaltenburg der Markgrafschaft Burgau, regiert von Herzog Rudolf von Österreich, gegen Allodifizierung des sogenannten Ölmünzhofes zu Günzburg mit Wiesen als Lehen übertragen. Das Benediktinerkloster Echenbrunn besaß noch im Jahr 1443 Gilthöfe in Mönstetten, über die sie die Burg und Vogtei hatte. 1433 kauften die Herren von Riedheim noch einen alten Besitz des Klosters Echenbrunn auf. Von den Riedheim, die in dieser Gegend die benachbarte Herrschaft Eichenhofen besaßen, kam die Herrschaft Mönstetten im Jahre 1491 an die Augsburger Patrizierfamilie Baumgarter. Nach deren Aussterben zu Beginn des 17. Jahrhunderts fiel die Herrschaft als erledigtes Lehen an die Markgrafschaft Burgau zurück und wurde im Jahre 1619 zusammen mit der Herrschaft Seifriedsberg (bei Ziemetshausen) verpfändet. Pfandinhaber dieser Herrschaft und damit auch der Herrschaft Mönstetten waren die Fugger, ab 1628 die Herren von St. Vincent, ab 1656 die Künigl, und schließlich ab 1668 die Grafen von Oettingen-Wallerstein. So ist es zu verstehen, daß heute noch der Fürst von Oettingen-Wallerstein-Seifriedsberg die Patronatsherrschaft über das Kuratbenefizium Mönstetten innehat. Mit Seifreidsberg kam Mönstetten im Jahre 1805 an Bayern, blieb aber im 19. Jahrhundert bis zur Aufhebung der gutsherrlichen Gerichtsbarkeit (1848) Sitz eines Patrimonialgerichts zweiter Klasse. Der Ort bestand um 1720 aus 35 Feuerstellen. Mönstetten gehörte zur Pfarrei Waldkirch. Bereits im 15. Jahrhundert ist in Mönstetten eine Johanniskapelle genannt, in welcher der Pfarrer von Waldkirch Messen hielt. Im Jahre 1794 wurde mit Unterstützung der Fürsten von Oettingen-Wallerstein ein Kuratbenefizium errichtet. Die heutige Kirche wurde 1923 erbaut. Bei der Reform der Gemeinden schloß sich Mönstetten am 1. Mai 1978 mit Dürrlauingen und Mindelaltheim zur Großgemeinde Dürrlauingen zusammen.

Mindelaltheim

Mindelaltheim – Ansichten

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Einwohner

Einwohnerzahl (Stand  November 2020): 536

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Mindelaltheim geht auf das Jahr 1173 zurück, in dem sich das Dorf in klösterlichem Eigentum befand. Damals verlieh der Augustinerchorherrenstift Wettenhausen ein Gut in „Althain“ an einen Kleriker. Nachdem das Dorf im 14. Jahrhundert im Besitz des Herren von Ellerbach war, wurde Mindelaltheim ab dem Jahr 1438 dem Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Augsburg verkauft und war bis 1803 dessen Eigentum. In der Zeit des 14. und 15. Jahrhunderts wurde Mindelaltheim zur Pfarrei. Eine Kirche wurde gebaut und ein dazugehöriges Pfarrhaus. Zusätzlich ist zu dieser Zeit die Existenz mehrerer Höfe sowie eines Schmids belegt. Um den Ort genauer zu kennzeichnen wurde im 15. Jahrhundert der Flussname „Mindel-“ hinzugefügt. In den folgenden Jahrhunderten wurde Mindelalteim unter anderem um ein Wirtshaus, eine Badstube und eine Schule erweitert, die bis 1973 in der Ortsmitte nahe der Kirche bestand und mit der Bayrischen Schulreform aufgelöst wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden eine Mühle und weitere Neubauten außerhalb des Ortes in Zusammenhang mit der Eisenbahn errichtet. Weitere Erweiterungen des Ortes fanden vor allem entlang der Straßen zu den Nachbarsorten Dürrlauingen und Schnuttenbach statt.

Dürrlauingen

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Einwohner

Einwohnerzahl (Stand  November 2020): 788

Geschichte

Archäologische Zufallsfunde bei der Erweiterung des Förderungswerks St. Nikolaus und die durch Dürrlauingen verlaufende Römerstraße lassen eine Besiedelung des Gebiets um die Gemeinde Dürrlauingen bereits vor seiner erstmaligen urkundlichen Erwähnung vermuten. Die archäologischen Funde gehen dabei auf Gegenstände der Jungsteinzeit um 2200 v. Chr. sowie auf den Übergang der Bronze- zur Eisenzeit um 800 v. Chr. zurück.
Erste geschichtliche Belege stammen aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Damals gehörte Dürrlauingen zum Lehensbesitz der Markgrafenschaft Burgau. Nachdem Mitte des 14. Jahrhunderts die Herren von Westernach Lehensinhaber des Dorfes waren, wurde Dürrlauingen im Jahr 1533 an die Fugger verkauft, die das Gebiet bis ins 19. Jahrhundert innehatten. Mit der Gründung des bayrischen Königreiches ab 1806 wurde die Verwaltung der Gemeinde an einen Gemeindevorsteher, dem Bürgermeister und einem dazugehörigen Gemeindeausschuss übertragen. Das erste Amt des Bürgermeisters hatte Magnus Simnacher vom Jahr 1818 bis 1855 inne.
Zur neueren Geschichte Dürrlauingens zählt auch das Förderungswerk St. Nikolaus unter kirchlicher Trägerschaft. Im Jahre 1921 wurden dort erstmals Kinder schulisch und beruflich unterrichtet. Den Unterricht, die Ausbildung, Erziehung und wirtschaftliche Versorgung des Heims übernahmen Ordensfrauen. Wenig später wurden auch erste behinderte Kinder in der Einrichtung aufgenommen. Aufgrund der immer größer werdenden Zahl an Kindern und Jugendlichen wurde ein Neubau geplant. Dadurch konnten die alten ehemaligen Militärbaracken für Werkstätten genutzt werden, in denen unter anderem Buchbinder-, Korbmacher- und Schneidermeister untergebracht waren, die die Jugendlichen in den jeweiligen Berufen anlernten. Seit 1971 befindet sich zudem eine berufsbegleitende Fachschule für Heilerziehungspflege im Förderungswerk St. Nikolaus.